Fachschaft: Mathematik

Hier finden sie verschiedene Aktionen und Projekte unserer Mathematik-Lehrkräfte

Jahrgangsstufenteam in Mathematik

Geschrieben von Margit Felscher am .

 

Über Mathematikunterricht reden – voneinander lernen


Jahrgangsstufenteams haben in der Fachschaft Mathematik schon Tradition. Seit vielen Jahren treffen sich die Lehrkräfte unterschiedlicher Jahrgangsstufen regelmäßig, um über ihren Unterricht zu sprechen. Im Schuljahr 2011/12 beispielsweise bildeten alle Lehrkräfte, die in der 5. Jahrgangsstufe Mathematik unterrichteten, ein Jahrgangsstufenteam.

Sie tauschten Erfahrungen aus und strebten ein einheitliches Leistungsniveau aller 5.Klassen an. Lehrkräfte aus dem Team arbeiteten dabei oft arbeitsteilig und brachten ganz individuell ihre Ideen ein. Ein Schwerpunkt  lag auf individueller Förderung und Differenzierung und der besonderen Förderung von Mädchen (5d) bzw. von Jungen (5a) im Mathematikunterricht.

Bei ihren wöchentlichen Teamsitzungen brachten die Lehrkräfte bewährte Unterrichtseinheiten in Erinnerung und entwickelten neue Konzepte, die sie in ihren 5. Klassen zum Einsatz brachten. Wertvolle Ratschläge kamen ergänzend vom Grundschullehrer, der die 5.Klassen das Jahr über begleitete. Beim Ausprobieren der erarbeiteten Konzepte und dem anschließenden Erfahrungsaustausch zeigte sich dann, was eventuell überarbeitet werden musste. Die Erfahrungen und Arbeitsergebnisse können von den Mathematiklehrkräften des nächsten Jahres genützt werden.

Profitiert von der Teamarbeit der Lehrkräfte haben die Schüler und Schülerinnen. Ziel aller Bemühungen war es, die Freude der Schüler und Schülerinnen am Mathematikunterricht zu wecken bzw. zu verstärken und leistungsstarke Kinder ebenso zu fördern wie leistungsschwächere Kinder.

Fibonacci-Projekt Bayern

Geschrieben von Margit Felscher am .

Was ist Fibonacci Bayern?
Das Fibonacci-Projekt ist ein Projekt der Europäischen Union zur Verbreitung forschend-entdeckender Unterrichtsmethoden in Mathematik und den Naturwissenschaften, an dem sich viele bayerischen Gymnasien und Realschulen ab dem Schuljahr 2011/2012 aktiv im Rahmen von Fibonacci Bayern beteiligen. Das Projekt basiert in vielen Punkten auf den SINUS-Programmen, an deren Entwicklung unsere Schule von Anfang an mitgewirkt hat. Die Erfahrungen und Konzepte daraus fließen unmittelbar ein und werden auf europäischer Ebene weiterentwickelt.

Was wird gemacht?
Gruppen aus Lehrkräften mehrerer, möglichst benachbarter Schulen treffen sich vor Ort zu zwei bis vier Fortbildungsveranstaltungen pro Schuljahr. Bei diesen Veranstaltungen wird ein zeitgemäßer Prozess der individuellen Unterrichtsentwicklung initiiert und begleitet. SINUS-erfahrene Moderatorinnen und Moderatoren geben didaktische und methodische Anregungen und es wird gemeinsam an der Umsetzung konkreter, schüleraktivierenden Themen gearbeitet.

Zwei dieser erfahrenen Moderatorinnen sind Lehrkräfte der Leopold-Ullstein-Realschule Fürth, Frau Sonja Weber und Frau Margit Felscher, die weiterhin für diese Aufgabe teilweise vom Unterricht freigestellt sind und regelmäßige Fortbildungs­veranstaltungen gestalten, in denen Lehrkräfte anderer bayerischer Realschulen neue Aufgaben, Methoden, Ideen und Kon­zepte für den Unterricht kennen lernen.

Dabei handelt es sich meist um kleine, aber sehr konkrete Veränderungen, deren Um­setzung realistisch erscheint und die in den darauf folgenden Wochen im Un­terricht angewendet und erprobt wer­den sollen. Die Erfahrungen werden beim nächsten Treffen ausgetauscht und diskutiert.

Was sind die Themen?
In Fibonacci Bayern wurden Schwerpunkte aus der bayerischen SINUS-Arbeit übernommen:

- Kompetenzorientierte Aufgabenkultur
- Entdeckendes und eigenverantwortliches Lernen
- Kumulatives Lernen
- Naturwissenschaftliches Arbeiten
- Individuelle Förderung und Differenzierung

Im Vergleich zu SINUS Bayern rücken bei Fibonacci Bayern folgende Aspekte noch stärker in den Fokus:

- Förderung des forschend-entdeckenden und individuellen Lernens
- Schüleraktivierender Unterricht in der Sekundarstufe II
- Nutzung digitaler Medien und Kommunikationsmöglichkeiten zur Schüleraktivierung
- Stärkung des eigenverantwortlichen Arbeitens

Unsere Schülerinnen und Schüler profitieren
Es hat sich gezeigt, dass eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg des SINUS-Projekts und nun des Fibonacci-Projekts ist, dass alle Inhalte sowohl von Lehrkräften erarbeitet als auch ausprobiert wurden und werden. Die Lehrkräfte und die Schülerinnen und Schüler der Leopold-Ullstein-Re­alschule sind bei den Themen Aufga­benkultur und Eigenverantwortliches Lernen immer eine Nasenlänge vor­aus.

Wir entwickeln Qualitätsstandards
Seit mehreren Jahren  ist es an unse­rer Schule Tradition, dass sich die Mathematiklehrkräfte eines Jahr­gangsteams wöchentlich zu einer ge­meinsamen Besprechungsstunde treffen. Bei diesen Begeg­nungen tauschen sie sich über ihren Unterricht aus und legen gemeinsame Standards fest.

Verantwortung für das eigene Ler­nen stärken
Es ist uns wichtig, die Bereitschaft und die Fähigkeit zum eigenverant­wortlichen Lernen zu fördern. Unsere Schülerinnen und Schüler müssen selbstständig arbeiten dürfen, können und wollen. Gelegenheiten zum Trai­nieren eines selbstständigen, eigen­verantwortlichen Arbeitens gibt es bei uns viele:

Hausaufgaben-Folie und Powerpoint-Präsentationen
Ein Schüler oder eine Schülerin überträgt die Hausaufgabe zusätzlich auf eine Folie und präsentiert diese in der nächsten Mathematikstunde der Klasse. Auf Fragen aus der Klasse wird dabei ein­gegangen. An der Richtigstellung eventueller Fehler beteiligen sich alle.
In höheren Klassen und hier wiederum vor allem in MEKO-Klassen wird die Hausaufgabenfolie schrittweise von Power-Point-Präsentationen abgelöst, bei denen die Schüler/innen auch ihren Umgang mit dynamischer Geometrie-Software zeigen können.

Lernen am Beispiel
Eine Beispielaufgabe mit vollstän­digem Lösungsweg wird vorgegeben. Die Lernenden machen sich in Stillar­beit selbstständig mit dem Sachverhalt vertraut (Ich-Phase). In der Du-Phase dürfen sie den Weg einem Mitschüler erklären. In der abschließenden Wir-Phase wird der neue Lösungsweg in der Klasse besprochen.

Problemlösen lernen
Schüler/innen finden oft keinen Zugang zu einer Aufgabe, weil sie nicht wissen, wie sie das Problem „an­packen“ sollen. Aber: Problemlösen kann man lernen, muss man trainie­ren. Es gibt eine Reihe von Tipps und Tricks, mit denen man eine Aufgabe „knacken“ kann. Diese heuristischen Strategien und Hilfsmittel müssen schon ab der 5. Klasse eingeführt, wiederholt, geübt und in den folgenden Jahrgangsstufen erweitert werden. In den 7. Klassen sind u.a. das Vorwärts- und Rück­wärtsarbeiten, eine informative Figur zeichnen, eine Tabelle machen, eine Gleichung aufstellen bereits bekannt.

Das Üben mit Lösungskarten
Zu Aufgaben aus dem Buch oder einem Arbeitsblatt werden die Lösungswege ausgelegt. Die Schüler/innen bearbei­ten die Aufgaben in Still- oder Partner­arbeit. Dabei können sie ihr Arbeits­tempo selbst bestimmen und durch Mitschüler/innen oder die Lehrkraft in­dividuelle Hilfestellungen erfahren. Durch das gewissenhafte Vergleichen des eigenen Lösungsweges mit der Lösungskarte wird gleichzeitig die Fehlersuche trainiert.

Dynamische Geometrie-Software und LONET
Ergänzend spielt vor allem in den MEKO-Klassen dynamische Geometrie-Software zur Unterstützung des Vorstellungsvermögens eine zunehmend größere Rolle. Dateien werden im LONET abgelegt und können zu Hause und im Unterricht  von Schülern und Lehrkräften zur Unterstützung der Problemlösung herangezogen werden.

Individuelles Lernen und Fördern
Kinder einer Klasse mit unterschiedlichem Vorwissen, unterschiedlicher Begabung und Sprachentwicklung brauchen Aufgaben mit unterschiedlichem Niveau, die im eigenen Lerntempo bewältigt werden können. In den Jahrgangsteams 5 und 6 werden Konzepte zum Individuellen lernen und Fördern konzipiert.

Leopold-Ullstein-Realschule Fürth
Sigmund-Nathan-Str. 1
90762 Fürth