MEKO-Konzept


Häufig gestellte Fragen über unser MEKO-Konzept:

Der Begriff MEKO steht für Medien- und Kompetenzorientierung.

Kompetenz durch Fächerverbindung und Projektorientierung

Isoliertes Fachwissen in einzelnen Disziplinen ist für diesen Bildungsanspruch zu wenig. Wann immer es sinn­voll und machbar ist, bevorzugen wir daher fächerübergreifende Konzepte und Projektarbeit gegenüber dem abge­grenzten Fachunterricht. Wir streben an, dass Fachinhalte nicht nur als Lernstoff sondern als weiter verwertbare Kompetenzen wahrgenommen werden und dass damit die Bereit­schaft zu selbstständigem und eigenverantwortlichem und kooperativem Lernen angeregt und gestärkt wird.

Ein weiterer wesentlicher Baustein des MEKO-Konzepts ist Medienbildung.

Uns ist wichtig, dass sich unsere Schüler-/innen konstruktiv und kritisch mit der Medienwelt, ihren Technologien und Inhalten auseinandersetzen lernen. Durch die konsequente Einbindung digitaler Medien als Werkzeug aber auch als Gegenstand des Unterrichts soll dieses Ziel erreicht werden.

Die Grundzüge des MEKO-Konzepts wurden im Laufe des Jahres 2004 an der Leopold-Ullstein-Realschule Fürth entwickelt. Im Schuljahr 2004-05 wurde es erstmals in einer 7. Klasse realisiert und seitdem erfolgreich fortgeführt und weiterentwickelt.

MEKO-Klassen werden an unserer Realschule ab der Jahrgangsstufe 7 gebildet, da sich nach der Entscheidung über die Wahlpflichtfächergruppen der Klassenverband bis zur Jahrgangs­stufe 10 in der Regel nicht mehr verändert.

So können Teile des MEKO-Konzepts individuell auf einzelne Klassen zugeschnitten werden. Schüler für MEKO-Klassen werden nicht „handverle­sen“. MEKO-Klassen sind daher keine Elite-Klassen und sollen es auch nicht sein.

Digitale Medien werden als Werkzeug zur Förderung eines schüleraktivierenden Unterrichts genutzt und im Rahmen folgender fünf Kompetenzbereiche eingesetzt:

  • Anwendung und Bedienung
  • Recherche und Information
  • Kommunikation und Kooperation
  • Produktion und Präsentation
  • Analyse und Reflexion

Dabei werden sowohl Bedienkompetenzen als auch Methodenkompetenzen erworben.

Die Kinder werden demnach konsequent und jeweils altersgemäß mit der Anwendung von Werkzeugen der modernen Informationstechnologie und mit dem Umgang mit neuen Medien vertraut gemacht. Dazu gehören Standard-Anwendungspro­gramme ebenso wie Spezialsoftware und der Umgang mit modernen Kommunikationsplattformen. Eine absolute Fixierung auf so genannte „neue Medien“ wird jedoch vermieden, um auch den „herkömmlichen Medien“ den gebührenden Platz einzuräumen.

In allen MEKO-Klassen werden jährlich mehrere Medientage bzw. Methodentage abgehalten. Hier werden fächerübergreifende Kompetenzen vermittelt, auf die jedes Fach im Anschluss wieder zurückgreifen kann.  Dazu gehören Präsentationstechniken, besondere An­wendungsprogramme, Recherchetechniken, Rhetorik, Kommunikationstrai­ning, Videoschnitt, Lernmethoden sowie Medienanalyse etc.

Die bei Medientagen erlernten Software-Anwendungen werden im Unterricht praktisch eingesetzt. So erstellen die Kinder z. B. Mindmaps, arbeiten mit Hot Potatoes, Wikis, Learning-Apps, nutzen Präsentations- und Recherchetechniken oder arbeiten kollaborativ im Web 2.0.

Die Kinder drehen auch selbst kleine Filme und werden in der Jahrgangsstufe 8 mit den Möglichkeiten des Filmschnitts vertraut gemacht. Auf diese Weise lernen sie am praktischen Beispiel Schnitttechniken bestimmter TV-Profile kompetent zu beurteilen und Manipulationen zu erkennen.

Zur andauernden Kommunikation zwischen Lehrkräften und Schülern über die Unterrichtszeit hinaus ist für jede MEKO-Klasse ein virtuelles Klassenzimmer eingerichtet.
Die Lernplattform dient Lehrkräften zur Gestaltung von digital gestütztem Unterricht und zur Organisation von Lernvorgängen. Sie gewährleistet sichere Kommunikation und ermöglicht den Einsatz einer Vielzahl an Materialien und Aktivitäten, von der Aufgabe oder Abstimmung über den Chat bis zur Testerstellung. In virtuellen Klassenräumen kann damit auf vielfältige Art und Weise orts- und zeitunabhängig gearbeitet werden.

Auch digitale Medien erschließen sich durchs Lesen. Zur Förderung des sinnerfassenden Lesens und der Lesefreude gibt es eine wöchentliche Lesestunde, für die alle Fächer nach einem bestimmten Raster Kapazität bereitstellen.

In allen MEKO-Klassen wird jährlich ein fächerübergreifendes Projekt durchgeführt. Dafür bearbeiten die Schüler/innen selbstständig eine bestimmte Aufgabe oder ein Problem innerhalb einer Gruppe von der Planung über die Durchführung bis hin zur (öffentlichen) Präsentation des Ergebnisses. Die Projektarbeit fördert das handlungsorientierte Lernen in Verbindung mit größtmöglicher Eigenverantwortung.

Am Ende jeden Schuljahres wird den Schüler-/innen im Zeugnis ihre Teilnahme an einer MEKO-Klasse bestätigt. Am Ende ihrer Realschullaufbahn erhalten alle Schüler ein Zertifikat, das ihnen eine Teilnahme an einer MEKO-Klasse mit allen absolvierten Tätigkeiten bescheinigt.

Darüber hinaus können sich die Schülerinnen und Schüler am Ende der neunten Klasse durch die erfolgreiche Teilnahme an mehreren praktischen und theoretischen Testverfahren in den Bereichen Kommunikation, Medienproduktion und Präsentation für eine individuelle Zertifizierung qualifizieren.

Wesentlich verbunden mit der fächerübergreifenden und projektorientierten Ausrichtung des Unterrichts ist, dass das Team funktioniert. Im weiteren Sinne ist damit die gesamte Klasse, im engeren eine einzelne Arbeitsgruppe gemeint. Wo ein GEIST herrscht, der durch gegenseitigen Respekt, Empathie und Verantwortungsbewusstsein geprägt ist, kann eine Gruppe qualitativ zu einem besseren Ergebnis gelangen als ein Einzelner. Klassenfahrten und Unterrichtsgänge sind eine wichtige Voraussetzung dafür, dass das TEAM KLASSE zusammenwachsen kann.

Ein Grundprinzip von kooperativen Arbeitsformen ist, dass das TEAM GRUPPE jedes Mal von Neuem ausgelost wird, so dass der Schüler auch lernen muss, persönliche Animositäten beiseite zu legen und sich zielorientiert entsprechend der Aufgabenstellung in die Gruppe einzubringen. Der Einzelne gibt in der Gruppe nicht Verantwortung ab, sondern übernimmt zusätzliche Verantwortung für die anderen. Dieses Selbstverständnis wird durch die Vermittlung von Methoden wie Brainstorming, Mindmapping, ABC-Listen, oder dem Verfassen von Arbeitsplänen gefördert aber auch durch konsequente Benotung etwa in Projektschulaufgaben eingefordert. 

 

Kurz und knapp:

 

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